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Landschaft der Transkarpatien

Landschaft der Transkarpatien

Transkarpatien ist einerseits von Bergen und langen Tälern geprägt, anderseits auch vom Tiefland des Flusses Theiss. Rund drei Viertel der Fläche Transkarpatiens werden von den Karpaten eingenommen. Der etwas mehr als 100 Kilometer breite Gebirgszug ist hier stark bewaldet, deshalb auch der Name Waldkarpaten. Mit 2061 Metern ist der Howerla im Tschornohora-Massiv der höchste Berg der Waldkarpaten und damit auch die höchste Erhebung der Ukraine. Der Gebirgskamm, der die Wasserscheide zwischen Karpatenbecken und Ostgalizien beziehungsweise der Bukowina bildet, wird im wesentlichen nur von vier Strassen und drei Bahnlinien durchquert. Die Theiss entspringt nördlich von Rachiw und bildet im Tiefland teilweise die Grenze zu Rumänien und Ungarn. Sie mündet in der pannonischen Tiefebene in die Donau und diese fliesst schliesslich ins Schwarze Meer.

Ausgeprägte Vegetationsstufung Die Karpaten bestehen aus parallelen Bergketten. Infolge unterschiedlicher geologischer Verhältnisse und menschlicher Nutzung haben sich verschiedene Landschaftstypen herausgebildet. Das Tiefland ist das am dichtesten besiedelte Gebiet Transkarpatiens. Dank einem dichten Kanalnetz, das der Ent- und Bewässerung dient, ist eine intensive Landwirtschaft mit Getreide-, Reb-, Obst- und Gemüseanbau möglich. Gegen das Gebirge hin nimmt die Besiedlungsdichte rasch ab. Das Karpatenvorland ist stark bewaldet; Schlagflächen und Fichtenaufforstungen zeugen vonder forstwirtschaftlichen Tätigkeit. In dieser Hügelzone befinden sich auch noch einige ausgedehnte Buchenurwälder.

Mit der Höhe nimmt naturgemäss der Anteil des Nadelholzes zu. Schliesslich löst sich der Wald auf und die Bergflanken gehen in hochgelegene Alpweiden über. Die subalpine Vegetation ist das Resultat eines über Jahrhunderte praktizierten Wanderhirtentums. Die extensive Beweidung hat dazu geführt, dass die Waldgrenze um 100 bis 200 Meter nach unten gedrückt wurde.